Die Todesstrafe - gerecht oder nicht?

Fach Deutsch

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 17.04.2018

Schlagwörter

Todesstrafe Hinrichtung Mord Gerechtigkeit

Zusammenfassung

Dieses Referat handelt von der Todesstrafe. Es wird erklärt, welche verschiedenen Arten der Vollstreckung es gibt (Ausnahme: mittelalterliche Methoden) und ausserdem werden die Vor- und Nachteile dieser Strafe betrachtet und erörtert.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Ist die Todesstrafe für Mörder eine gerechte Strafe?

Die Todesstrafe ist die härteste Strafe, zu der ein Richter einen Angeklagten verurteilen kann. Sie wird ausschließlich für schwerste Verbrechen wie Mord verhängt. Die Verurteilten, werden bis zur Vollstreckung der Todesstrafe inhaftiert und sitzen oftmals mehrere Jahre in der „Todeszelle“ und warten auf Ihre Hinrichtung. Die Hinrichtung kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Als „humaner Tod“ gilt die Hinrichtung per Giftspritze. Deshalb wird diese Art der Hinrichtung häufig angewendet, wie beispielsweise in den USA. Bei der Hinrichtung per Giftspritze werden dem Verurteilten nacheinander 3 Injektionen gesetzt. Die erste ist eine Art Betäubungsmittel, die zweite bringt die Atmung zum aussetzen und die dritte und letzte lässt schließlich das Herz stehen bleiben. Doch auch diese als human eingestufte Art der Hinrichtung stößt bei Kritikern der Todesstrafe auf Widerspruch, da Fälle bekannt sind, in denen sich der Verurteile minutenlang im Hinrichtungsraum gequält hat, bis der Tod eintrat.

Andere Vollstreckungsmöglichkeiten, welche oft angewendet werden sind Tod durch Erschiessen sowie der Tod am Galgen durch Erhängen. Bei letzterer Methode, welche zum Beispiel im arabischen und asiatischen Raum angewendet wird, stirbt der Verurteilte nicht, wie häufig angenommen durch Ersticken, sondern erleidet einen Genickbruch, welcher zum Tode führt. Eine weitere Möglichkeit die Todesstrafe zu Vollstrecken liefert der sogenannte elektrische Stuhl. Dieser hat die Form eines Stuhls und kann unter Spannung versetzt werden, sodass der Verurteilte einen tödlichen Stromschlag erleidet. Die oben genannten Möglichkeiten die Todesstrafe zu vollstrecken, sind die, welche am häufigsten angewendet werden oder wurden. Auf weitere Methoden, wie beispielsweise mittelalterliche Hinrichtungsmethoden, wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen.

Die Todesstrafe ist seit jeher umstritten. Während viele Menschen sie als gerecht empfinden, gibt es ebenso zahlreiche Menschen, welche sie als inhuman einstufen. In der Bibel steht geschrieben „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, was man so interpretieren kann, dass Gleiches mit Gleichem vergolten werden darf und sollte. Befürworter der Todesstrafe betonen den Punkt der „Gerechtigkeit“, denn das Todesopfer ist in der Regel nicht das einzige Opfer. Die Angehörigen, Freunde, Kollegen und Bekannten leiden und trauern ihr Leben lang und leiden daher stark unter der Tat. Die Gewissheit, dass der Täter nie wieder Schaden anrichten kann, gibt diesen Opfern zumindest etwas Sicherheit zurück und der Fakt, dass der Täter nicht mehr weiter leben darf, gibt den Opfern das Gefühl der ausreichenden Gerechtigkeit.

Das viele Menschen, die einen geliebten Menschen durch einen Mord verloren haben, so empfinden zeigt, dass viele der Hinrichtung des Mörders als Zeugen beiwohnen. Dieser Prozess ist ein Teil der Trauerbewältigung und hilft den Angehörigen, Freunden, Kollegen und Bekannten des Mordopfers, besser mit der Tat zurechtzukommen.

Doch nicht nur Betroffene sind Befürworter der Todesstrafe auch sehr viele nicht Betroffene, halten die Todesstrafe für gerecht. Nur eine Tötung des Täters schafft absolute Sicherheit, dass diese Person keine weiteren Menschen tötet oder verletzt. Denn auch in Haft könnte ein Mörder gewalttätig sein, des Weiteren besteht immer, wenn auch geringe, Fluchtgefahr. In einigen Ländern, darunter auch Deutschland, haben verurteilte Mörder, die Möglichkeit, nach Verbüßung einer lebenslangen Haftstrafe (in der Regel nach 15 Jahren), wieder frei zu kommen, sofern bei der Verurteilung keine besondere Schwere der Schuld festgestellt worden ist. Neben der Gefahr einer Neuerlichen Straftat spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle.

Ein jahrelang inhaftierter Straftäter verursacht erhebliche Kosten, daher fordern viele Menschen in Ländern, in denen es die Todesstrafe gibt, eine deutlich schnellere Vollstreckung dieser. Auch in Ländern, in denen es keine Todesstrafe gibt, sind Menschen mit den durch Schwerverbrechern verursachten Kosten nicht einverstanden. Oftmals gibt es Kritik an zu „komfortablen“ Gefängnissen mit zahlreichen Freizeit und Fitnessangeboten. Die Gegenseite argumentiert, mit dem Aspekt der Resozialisierung. In der Vergangenheit gab es jedoch immer wieder Fälle, in denen Mörder oder andere Straftäter, nach deren Freilassung wieder rückfällig worden, obwohl sie als „ungefährlich“ für die Gesellschaft eingestuft werden.

Kritiker argumentieren, dass das Recht der Wiedereingliederung in die Gesellschaft für einen verurteilten Schwerverbrecher offenbar höher ist, als die Sicherheit der Bevölkerung. Daher gibt es viele Menschen, die zwar die Vollstreckung der Todesstraft ablehnen, die jedoch für eine wörtlich lebenslängliche Haftstrafe sind. In einigen Ländern, in denen es die Todesstrafe noch gibt, werden einige Todesurteile im späteren Verlauf tatsächlich in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Das Für und Wider der Todesstrafe wird immer existieren. Die Frage ob der Täter ein Recht auf Leben und Resozialisierung hat oder die Sicherheit und „ausgleichende Gerechtigkeit“ der Gesellschaft und der Opfer höher zu bemessen sind beschäftigt die Menschen. Auf den ersten Blick scheint die Antwort auf diese Frage klar zu sein, doch der Aspekt der „Inhumanität“ bei der Vollstreckung der Todesstrafe führt dazu, dass beispielsweise in den USA immer wieder gegen die Hinrichtung von Mördern demonstriert wird. Oftmals führen diese zum Erfolg und manchmal auch „im letzten Moment“ zur Begnadigung des Täters. Wobei eine Begnadigung hier in der Regel bedeutet, dass das Urteil Todesstrafe in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt wird.

Für die Angehörigen und Freunde der Opfer ist dies oftmals eine schockierende und nur schwer zu akzeptierende Umwandlung, haben Sie doch stark unter dem Fall und dem Prozess gelitten und die Todesstrafe als einzig gerechte Strafe empfunden und gefordert. Viele Menschenrechtsorganisationen wie beispielsweise Amnesty International setzen sich für eine Abschaffung der Todesstrafe ein.