Die arabische Schrift

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor silvio

Veröffentlicht am 25.09.2018

Schlagwörter

Arabisch arabische Schrift

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt eine Einführung in die arabische Schrift unter besonderer Berücksichtigung von Texten auf alten und neuen Briefmarken. Das Wort "arabisch" darf nicht so wörtlich genommen werden. Gemeint ist "arabisch" im Gegensatz zu "lateinisch" oder "chinesisch".

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Das Wort “arabisch” darf nicht so wörtlich genommen werden. Gemeint ist “arabisch” im Gegensatz zu “lateinisch” oder “chinesisch”. Hier kommen auch besondere Buchstaben vor, die marokkanisch, alt-türkisch, persisch, afghanisch oder urdu (arabisch-indisch) sind.

Marhaban ! Willkommen zu meinem kleinen arabisch - Kursus ! Stellen Sie sich bitte vor, ich wäre Mehmed aus Al-Qahirah in Missr.
Was ? Wo ? Unbekannt ? …
Doch, doch, das kennen Sie, Sie nennen es immer Kairo in Ägypten.

Sie sind ein Philatelist und haben Schwierigkeiten, Briefmarken aus Libyen und Libanon, Iran und Iraq zu unterscheiden ? Kein Problem, ich helfe Ihnen. Wenn Sie möchten, können wir uns auch später über die alten türkischen, syrischen, arabischen und afghanischen Briefmarken unterhalten…..

Ach, Sie sammeln nur Deutschland ? Sie sammeln wohl auch keine Motive ? Doch ?
Na, dann haben Sie auch bald arabisch beschriftete Marken in der Hand ! Wenn die Marke nicht europäisch übersetzt ist (italienisch, französisch, englisch) oder der Stempel genau auf der Übersetzung liegt, dann können Sie im Katalog aber schön lange suchen !
Ach, Sie sind kein Philatelist ?
Dann freue ich mich erst recht über Ihr Interesse.
Spätestens, wenn Sie Urlaub in Tunesien oder bei den ägyptischen Pyramiden machen, sind Sie ein arabischer Analphabet, da können ein paar Grundkenntnisse nicht schaden. Oder ?

Beginnen wir mit einem Vergleich : Die arabische Schrift hat viel mehr Ähnlichkeiten mit der europäischen Schrift, als Sie jetzt glauben möchten. Sie hat 29 Buchstaben, dazu gibt es noch ein paar Häkchen und kleine Striche. In Europa gibt es 26 Buchstaben, in manchen Ländern (Deutschland, Island, Polen, Tschechien usw.) noch zusätzliche, und auch eine Reihe Häkchen.
Sehen Sie mal, hier ist das vollständige “europäische Alphabet” :

Die europäischen Buchstaben passen normalerweise zwischen zwei gedachte waagerechte Linien, nur wenige reichen darüber (z.B. “h”) oder darunter (z.B. “g”).
Viele Zeichen bestehen aus Kreisen und aus Strichen, wichtig zur Unterscheidung ist dabei, ob der Strich kurz oder lang ist, ob er links oder rechts vom Kreis steht, nach oben oder nach unten gerichtet ist, oder alleine steht …- oder der Kreis hat keinen Strich, also : a, b , d , p , g , i , l , o

Unsere arabischen Buchstaben liegen auch zwischen zwei Linien, manche gehen auch darunter, manche darüber, das ist wie bei Ihnen.

Wichtig zur Unterscheidung ist dabei, ob es 1, 2, oder 3 Punkte unter oder über dem Buchstaben sind.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen unseren Schriften sind folgende :
Regel 1) Wir schreiben von rechts nach links.

Regel 2) Die “Großbuchstaben” stehen nicht am Anfang, sondern am Ende des Wortes.

Regel 3) In Europa gibt es Druckschrift und Schreibschrift, bei uns gibt es nur Schreibschrift, daß heißt, die Buchstaben hängen immer aneinander, darum kann man sie auch nicht untereinander schreiben.

Regel 4) Einige Buchstaben dürfen wir nicht miteinander verbinden, sonst gibt es Verwechslungen. Dadurch entstehen im Wort kleine Unterbrechungen.

Regel 5) Kurze Vokale werden nicht mitgeschrieben. Wir kürzen viel ab. Also : “Krz. Vokal. wrdn. ncht. mtgschribn.”
Nun lesen Sie mal in Ihrer Zeitung eine Anzeige für Bekanntsch., Wohng. oder für KFZ. Da finden Sie auch reichlich Abk. !!

Aber ich will Sie nicht mit Kleinigkeiten langweilen.

Nun möchte ich mit Ihnen ein paar Leseübungen machen, den Philatelisten zuliebe nehmen wir Texte, die auch auf Briefmarken vorkommen. Den Anfang machen die Ländernamen.
Die Worte für Libyen und Libanon sehen sich recht ähnlich. Für Philatelisten ist es wichtig, daß auf vielen Marken von Libyen kein lateinisch geschriebener Ländername steht.

Libyen wird in arabisch “L i b i a” genannt und natürlich von rechts nach links geschrieben.

Das ist wohl etwas ungewohnt, aber lesen kann man es leicht.

al- l i b i ah = das Libyen “ l i b i a “ , zweimal in Zierschriften

Vergleichen wir mal mit Libanon im Vorderen Orient, arabisch “Lubnan” genannt :

Da das kurz gesprochene “u” nicht mitgeschrieben wird, bleibt nur “lbnan” übrig.

“ l(u)bnaN” in Zierschrift
l (u) b n a N al - k (a) b i r = das Groß-Libanon,
ist auf älteren Briefmarken zu lesen

Finden Sie die Buchstaben wieder, die Sie schon gelernt haben ?
Es waren folgende :
a a b i l n N

Bitte beachten Sie den Unterschied zwischen “a” und “l” . Um Verwechslungen zu vermeiden, wird das “a” nicht links verbunden (Regel 4). Es entsteht dort im Wort eine kleine Lücke.
Bitte merken : das “b” hat 1 Punkt unter, das “i” hat 2 Punkte unter, das “n” hat 1 Punkt über dem Zeichen.

Ich möchte sagen, in der europäischen Schrift ist die Geometrie die Hauptsache, nämlich Kreise, Linien, Dreieck, Winkel. In unserer arabischen Schrift lieben wir stets die fließenden Linien, die an Sanddünen und Wind erinnern. Wir verzieren auch gern die Worte mit kleinen Häkchen, Punkten oder Minibuchstaben. Mit diesem Beispiel endet der erste Teil des Kurses.

Beide Zeilen enthalten die gleichen Buchstaben !

al- m(a)ml(a)kah al-urd(u)nniah al- hasch(i)miah = Haschimitisches Königreich Jordanien
Bitte erfreuen Sie sich NUR an der schönen Form. Das können Sie noch nicht lesen, da Sie die Rechtschreibung nicht kennen.

Mehmed aus Al-Qahirah sagt Ihnen : “ila al-liqa” ……. auf Wiedersehen !