Albrecht Altdorfer

Fach Kunst

Klasse 11

Autor sandi2001

Veröffentlicht am 17.06.2018

Schlagwörter

Altdorfer Donauschule Renaissance Deutschland

Zusammenfassung

Dieses Referat beinhaltet das Leben und Wirken des deutschen Künstlers Albrecht Altdorfer. Dabei wird der Schwerpunkt weniger auf die Biografie Altdorfers, sondern auf zwei seiner bekanntesten Werke gesetzt: Die "Donaulandschaft" und die "Alexanderschlacht".

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Albrecht Altdorfer


Albrecht Altdorfer war ein deutscher Künstler und Baumeister zur Zeit der Renaissance. Er lebte im 15. - 16. Jahrhundert.
Besonders bekannt ist Albrecht heute unter anderem für seine Landschaftsgemälde; zudem gilt er (neben Wolf Huber) als Hauptmeister der sogenannten “Donauschule” (=Eine Stilbewegung ab dem 15. Jahrhundert in Deutschland-Österreich. Typisches Merkmal für diesen Stil ist, dass die Natur stets im Vordergrund ist, und die Landschaft bzw. der Himmel hervorgehoben werden).

Biografie:

Albrecht lebte von 1480-1538.
Er wurde also im Jahr 1480 geboren; der genaue Geburtsort ist allerdings umstritten: Entweder handelt es sich um Regensburg oder um Altdorf bei Landshut. Über das Leben des Künstlers ist insgesamt eigentlich recht wenig bekannt. Man vermutet, dass Albrechts Vater der auch bekannte Maler Ulrich Altdorfer war.

Wie bereits erwähnt, arbeitete er in seinem Leben nicht nur als Maler, sondern auch als Baumeister und als Kupferstecher.
Es ist außerdem bekannt, dass Altdorfer ein sehr angesehener Bürger war, welcher als Künstler unter anderem für Kaiser Maximilian I. arbeitete. Im Jahre 1517, also im Alter von 37 Jahren, wurde er zum Mitglied des äußeren Rates der Stadt Regensburg gewählt.

Neun Jahre später wurde Albrecht dann Mitglied des Inneren Rates sowie auch Stadtbaumeister von Regensburg.
Als er im Jahre 1528 zum Bürgermeister der Stadt gewählt wurde, lehnte er dieses Angebot allerdings ab, weil er zu dieser Zeit ein wichtiges Werk vollenden musste (Vermutlich war dieses Werk die “Alexanderschlacht”, zu diesem Gemälde später mehr).
Am 12. Februar des Jahres 1538 starb Altdorfer im Alter von etwa 58 Jahren.



Schaffen und Werke

Altdorfer arbeitete in seinem Leben überwiegend für Monarchen und kirchliche Einrichtungen, 
 zunächst vor allem Motive aus der christlichen Ikonographie. Der Künstler ließ sich stark inspirieren von anderen Künstlern der Umgebung wie beispielsweise Albrecht Dürer und Michael Pacher.
Das älteste bekannte Werk stammt aus dem Jahr 1506.
Heute gibt es vor allem zwei Gemälde, die besonders bekannt und bedeutend sind:
-Der Sebastiansaltar
und, vor allem, die
-Alexanderschlacht. 

Um 1522 begann der Künstler Altdorfer dann schließlich damit, Landschaften zu malen beziehungsweise zu zeichnen. Unter jenen Landschaftsbildern übertrifft vor allem die Donaulandschaft in Bekanntheit und Bedeutung.

Die Donaulandschaft

Die offiziell genannte “Donaulandschaft bei Regensburg” wurde um das Jahr 1520 von Albrecht Altdorfer gemalt. Die Technik des Gemäldes ist Pergament auf Buchenholz und es ist etwa 30 x 20 Zentimeter groß. Heute wird dieses Werk in der “Alten Pinakothek” in München aufbewahrt. Mit der Entstehung dieses Bildes war eines der ersten richtigen Landschaftsbilder der europäischen Kunstgeschichte geschaffen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt war die Landschaft meist nur im Hintergrund zu sehen und niemals das zentrale Motiv des Bildes. Nun allerdings fing Altdorfer an, Bilder zu malen, welche Landschaften zum selbstständigen Motiv machten und Figuren waren oft gar nicht mehr auf seinen Werken zu sehen. Damit war er ein Vorbild für viele nachfolgende Maler des 16. Jahrhunderts.

Das Gemälde zeigt, wie sein Name bereits verrät, eine Donaulandschaft in seinem Heimatsort Regensburg. Regensburg befindet sich im Südosten Deutschlands. Das Werk ist geprägt durch eine sehr detaillierte und filigrane Malweise.
Zu sehen ist eine Landschaft voll Bäumen, dazwischen ein Weg, der zu einer im Hintergrund liegenden Burg führt. Hinter dieser sind einige Hügel bzw. Berge zu sehen, welche an einen Fluss, der Donau, grenzen.
Auffallend ist die grüne, etwas braunstichige Farbe, die Altdorfer im Großteil des Bildes angewendet hat. Das gesamte Bild wirkt etwas braunstichig.

Die Alexanderschlacht


Das wohl bekannteste Gemälde von Altdorfer ist die “Alexanderschlacht”, welches in den Jahren 1528 - 1529 stammt und ein Auftrag vom Wittelsbacher Herzog Wilhelm IV. war. Es ist etwa 160x120cm groß, die Technik des Gemäldes ist Öltempera auf Lindentafel. Heute kann man auch dieses prachtvolle Bild in der “Alten Pinakothek” in München bewundern. 
Dargestellt ist die “Schlacht von Issos”, welche um 333 v.Chr. stattgefunden haben soll. Die Perser kämpften damals unter dem Herrscher Dareios III. gegen die Griechen, geführt von Alexander dem Großen (daher: Alexanderschlacht). 
Zunächst lässt sich sagen, dass das Gemälde eher aufwühlend ist und chaotisch wirkt, da es sehr detailliert gemalt ist und so viele einzelne Geschehnisse dargestellt sind. Das Bild lässt sich unterteilen und Vorder-, Mittel-, und Hintergrund. Im Mittel- und Vordergrund bekämpfen sich klar ersichtlich Perser und Griechen, wobei die Perser rot und die Griechen blauweiß dargestellt sind. Die Kämpfer haben prachtvoll geschmückte Pferde und sind insgesamt gut ausgerüstet.

Zudem auffallend sind die aus der Masse hervorragenden Flaggen, sowie viele Speere und Lanzen. Am Boden liegen verletzte und tote Soldaten und Pferde. Im Hintergrund (und dennoch zentral und sofort erkennbar) befindet sich ein Berg mit einer Burg; rechts dahinter die Stadt Tarsus. Noch weiter dahinter sieht man eine Seelandschaft, darüber ein fantastischer, farblich nahezu übertriebener Himmel. Durch diese besondere Farbgebung hebt sich der Himmel vom restlichen Bild ab und wird selbst zu einem selbstständig herausstechenden Motiv. Zusätzlich fällt sofort die Tafel auf, die am oberen Bildrand schwebt. Darauf steht: „Alexander der Große besiegt den letzten Darius, nachdem in den Reihen der Perser 100 000 Mann zu Fuß und über 10 000 Reiter erschlagen wurden und Mutter, Gattin und Kinder des Königs Darius mit etwa 1000 in Auflösung fliehenden Reitern gefangen worden waren.”

Dieses Bild zeigt wie man sieht sehr gut Albrechts Denkweise in Bezug auf Motiven: Es sind hunderte von Menschen dargestellt, und dennoch ist der Himmel, der eigentlich nur ein üblicher, langweiliger Hintergrund ist, stärker auffallend und herausragend.